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lexoffice vs. sevDesk: Welche Buchhaltungssoftware passt zu dir? (2026)

·10 Min. Lesezeit·Foto: NEOSiAM 2024+

lexoffice vs. sevDesk: Welches Tool passt zu dir?

Kurzes Urteil: Für Selbstständige mit DATEV-Steuerberater ist lexoffice die bessere Wahl. Für alle anderen, besonders Freelancer ohne Steuerberater oder mit E-Commerce-Hintergrund, ist sevDesk das stärkere Gesamtpaket.

Es ist März, die Steuererklärung rückt näher, und du fragst dich, welche Buchhaltungssoftware endlich dein Belegchaos ordnet. lexoffice und sevDesk dominieren den deutschen Markt. Beide sind solide, beide laufen in der Cloud, beide richten sich an Selbstständige und kleine Unternehmen. Die Unterschiede liegen in den Details, und diese Details entscheiden, welches Tool dir langfristig Stunden spart.

Ein Hinweis vorab: lexoffice heißt seit September 2024 offiziell Lexware Office, aber im Netz und unter Nutzern ist "lexoffice" noch der dominierende Begriff. Ich nutze beide Namen synonym.

Zuletzt aktualisiert: März 2026 | Alle Preise in EUR, netto zzgl. MwSt.


lexoffice vs. sevDesk: Schnellvergleich 2026
KriteriumlexofficesevDesk
Einstiegspreis6,90 EUR/Mo (Plan S)Kostenlos (bis 3 Rechnungen/Mo)
Rechnungen + Buchhaltungab 19,90 EUR/Mo (Plan L)ab 25,90 EUR/Mo (Buchhaltung)
DATEV-IntegrationNativ (direkte Schnittstelle)Via Export-Datei
Steuerberater-ZugangJa (direkter Einladungslink)Ja (direkter Einladungslink)
LohnabrechnungJa (kostenpflichtiges Add-on)Nein (externe Lösung nötig)
Kostenloser PlanNein (30 Tage Testphase)Ja (bis 3 Rechnungen/Mo)
DSGVO-konformJaJa
Server in DeutschlandJaJa
Mobile App QualitätGutSehr gut
Testsieger 2026Note 1,2 (Platz 2)Note 1,1 (Platz 1)

lexoffice (Lexware Office) im Überblick

lexoffice gehört zur Haufe Group, einem der etabliertesten deutschen Softwarehäuser im Steuer- und Buchhaltungsbereich. Das ist kein Zufall, sondern ein echtes Qualitätssignal: Die Verbindung zu DATEV, dem Branchenstandard für Steuerberater, ist bei lexoffice so tief, wie es bei keiner anderen Cloud-Lösung dieser Preisklasse der Fall ist.

Wichtigste Funktionen

  • Rechnungen, Angebote, Lieferscheine und Mahnungen (ab Plan M)
  • Belegerfassung per App mit automatischer Texterkennung
  • Banking-Integration für automatischen Kontenabgleich (FinAPI)
  • EÜR und GuV (ab Plan L)
  • Umsatzsteuervoranmeldung direkt via ELSTER
  • Native DATEV-Schnittstelle mit direktem Steuerberater-Zugang
  • Lohnabrechnung für bis zu 50 Mitarbeiter (kostenpflichtiges Add-on)
  • xRechnung und EU-Rechnungen (Plan XL)
  • GoBD-konform, Daten auf deutschen Servern

Preisübersicht lexoffice 2026

PlanPreis/MonatEnthält
S6,90 EURBelegerfassung, Banking, offene Posten
M11,90 EUR+ Rechnungen, Angebote, Mahnwesen
L19,90 EUR+ EÜR & GuV, USt-Voranmeldung via ELSTER
XL29,90 EUR+ Abo-Abrechnung, xRechnung, EU-Rechnungen
Lohn-Modul (Add-on)ab 9,90 EURLohnabrechnung (je nach Mitarbeiterzahl)

Alle Pläne sind monatlich kündbar. Die 30-tägige Testphase läuft ohne Kreditkarte und gibt Zugang zu allen XL-Funktionen.

Für wen geeignet?

lexoffice ist ideal für Selbstständige und Kleinunternehmer, die einen DATEV-Steuerberater haben oder viele Belege erfassen und dabei möglichst wenig selbst machen wollen. Wer gerade erst anfängt und günstigen Einstieg sucht, bekommt mit Plan S für 6,90 EUR/Mo eine solide Basis.


sevDesk im Überblick

sevDesk kommt aus Offenburg und ist 2026 Testsieger Buchhaltungssoftware (Note 1,1, laut sevdesk.de). Das Unternehmen ist unabhängig, fokussiert sich klar auf Freelancer und Gründer, und hat in den letzten Jahren besonders bei der mobilen Nutzung und der UX-Qualität zugelegt.

Wichtigste Funktionen

  • Kostenloser Einstieg mit bis zu 3 Rechnungen pro Monat
  • Unbegrenzte Rechnungen, Angebote, Lieferscheine (ab Plan "Rechnungen")
  • Belegmanagement mit automatischer Erkennung
  • Banking-Anbindung für automatischen Kontenabgleich
  • EÜR und GuV, USt-Voranmeldung via ELSTER (ab Plan "Buchhaltung")
  • DATEV-Export (Datei-Download für Steuerberater)
  • Steuerberater-Zugang (direkter Einladungslink)
  • REST-API für Integrationen (ab Plan "Buchhaltung Pro")
  • Add-ons: Zeiterfassung (4,90 EUR/Mo), Inventar (19,90 EUR/Mo), Premium-Layouts (3,90 EUR/Mo)
  • GoBD-konform, Daten auf deutschen Servern

Preisübersicht sevDesk 2026

PlanPreis/MonatEnthält
Rechnungen (Free)0 EURBis 3 Rechnungen/Monat, Kontakte
Rechnungen11,90 EURUnbegrenzte Rechnungen, Angebote, Banking
Buchhaltung25,90 EUR+ EÜR & GuV, USt-Voranmeldung, DATEV-Export
Buchhaltung Pro34,90 EUR+ Kostenstellen, BWA-Auswertung, REST-API

Günstiger wird es mit Jahres- oder 2-Jahres-Abo: "Buchhaltung" dann ab 19,90 EUR/Mo (2-Jahres-Bindung). Monatlich kündbar nur im Monatsabo.

Für wen geeignet?

sevDesk ist stark für Freelancer, die Rechnungen schreiben und gleichzeitig ihre Buchhaltung selbst im Griff haben wollen, ohne sofort für einen Steuerberater auf DATEV-native Schnittstelle angewiesen zu sein. Der kostenlose Plan ist ein echter Vorteil für den Einstieg.


Detaillierter Vergleich: Funktionen, Bedienbarkeit & Integrationen

Rechnungsstellung

Beide Tools erstellen rechtskonforme deutsche Rechnungen mit Steuerausweis, Pflichtangaben nach UStG und automatischer Rechnungsnummernvergabe. Der Unterschied liegt im Funktionsumfang.

lexoffice bietet eine sehr aufgeräumte Oberfläche. Eine neue Rechnung ist in unter zwei Minuten erstellt. Designoptionen sind bewusst schlank gehalten. Das ist ein Vorteil für Leute, die einfach schnell eine sauber formatierte Rechnung rausschicken wollen.

sevDesk geht hier tiefer. Teilrechnungen, Auftragsmanagement, wiederkehrende Rechnungen, flexible Vorlagen. Für Dienstleister, die projektbasiert arbeiten oder Abschlagsrechnungen brauchen, macht das sevDesk zum klar besseren Werkzeug.

Gewinner Rechnungsstellung: sevDesk bei Komplexität, lexoffice bei Einfachheit.

Buchhaltung & DATEV-Export

Das ist der kritischste Vergleichspunkt für viele Nutzer.

lexoffice hat hier einen strukturellen Vorteil. Als Teil der Haufe-Lexware-Gruppe gibt es eine direkte DATEV-Schnittstelle. Das bedeutet: Dein Steuerberater kann einen eigenen Zugang zu deiner lexoffice-Instanz bekommen und direkt mit deinen Daten arbeiten. Kein manueller Export, kein Datei-Hin-und-Her. Das spart beiden Seiten Zeit und reduziert Fehlerquellen.

sevDesk bietet ebenfalls einen Steuerberater-Zugang mit direktem Einladungslink. Der Steuerberater kann sich einloggen und deine Daten einsehen. Für den DATEV-Datenabgleich wird jedoch eine Export-Datei benötigt, die der Steuerberater dann manuell in sein DATEV-System importiert. Das funktioniert problemlos, ist aber ein Arbeitsschritt mehr.

Wenn dein Steuerberater stark in DATEV verwurzelt ist und nahtlos arbeiten will: lexoffice spart hier langfristig Zeit. Frag ihn vorher, was er bevorzugt.

Gewinner DATEV: lexoffice (nativere Integration).

Lohnabrechnung

Klarer Unterschied. lexoffice bietet Lohnabrechnung als Add-on für bis zu 50 Mitarbeiter. Der Preis hängt von der Mitarbeiterzahl ab, startet ca. bei 9,90 EUR/Mo für einen Mitarbeiter.

sevDesk hat keine integrierte Lohnabrechnung. Wer Mitarbeiter oder Minijobber abrechnen muss, braucht ein separates Tool (z.B. DATEV Lohn, Addison oder ein externes Steuerberaterbüro).

Für Soloselbstständige und Freelancer ohne Mitarbeiter spielt das keine Rolle. Für alle anderen ist lexoffice hier klar im Vorteil.

Gewinner Lohnabrechnung: lexoffice.

E-Commerce-Integrationen

sevDesk hat durch seine REST-API (ab Plan "Buchhaltung Pro") und native Shopify-Integration einen Vorteil für Online-Händler. Anbindungen an WooCommerce, Shopware und andere Shopsysteme sind über Drittanbieter-Konnektoren verfügbar. Wer Bestellungen automatisch als Belege erfassen will, ist bei sevDesk besser aufgehoben.

lexoffice bietet ebenfalls API-Zugang, aber die E-Commerce-Integrationen sind schmäler. Für klassische Dienstleister kein Problem, für aktive Online-Shops ein Punkt für sevDesk.

Gewinner E-Commerce: sevDesk.

Mobile App & Bedienbarkeit

Die sevDesk App ist schlicht besser. Navigation intuitiver, Design moderner, Belegerfassung per Kamera zuverlässiger auf verschiedenen Android- und iOS-Geräten. Wer unterwegs Belege erfasst oder Rechnungen schreibt, merkt diesen Unterschied im Alltag.

Die lexoffice App tut ihren Job, wirkt aber an einigen Stellen wie ein für mobile Bildschirme angepasstes Webinterface. Funktional, aber nicht nativ designed.

Gewinner Mobile: sevDesk.


Preisvergleich: Was kostet lexoffice vs. sevDesk wirklich?

AnwendungsfalllexofficesevDesk
Nur Belege erfassen, kein Rechnungstool6,90 EUR/Mo (Plan S)nicht möglich
Nur Rechnungen schreiben11,90 EUR/Mo (Plan M)0 EUR (bis 3/Mo) oder 11,90 EUR
Rechnungen + EÜR + USt-Voranmeldung19,90 EUR/Mo (Plan L)25,90 EUR/Mo (Buchhaltung)
Komplettpaket inkl. xRechnung29,90 EUR/Mo (Plan XL)34,90 EUR/Mo (Buchhaltung Pro)
+ Lohnabrechnung (1 Mitarbeiter)ca. +9,90 EUR/Monicht verfügbar

Fazit Preisvergleich: Für den häufigsten Anwendungsfall (Rechnungen schreiben + EÜR) ist lexoffice mit 19,90 EUR/Mo günstiger als sevDesk mit 25,90 EUR/Mo. Nur für reine Rechnungsstellung ohne Buchhaltung sind sie gleichauf (11,90 EUR), wobei sevDesk hier sogar kostenlos startet.


Vor- und Nachteile im Überblick

lexofficesevDesk
Vorteile

Native DATEV-Schnittstelle
Günstigster Einstieg (ab 6,90 EUR)
Einfachste Bedienung für Einsteiger
Lohnabrechnung als Add-on verfügbar
30 Tage Testphase ohne Kreditkarte

Testsieger 2026 (Note 1,1)
Kostenloser Plan (3 Rechnungen/Mo)
Bessere mobile App
Stärkere E-Commerce-Integrationen
Flexible Add-ons (Zeiterfassung, Inventar)

Nachteile

Lohnabrechnung kostet extra
Begrenzte Designoptionen für Rechnungen
Keine Zeiterfassung integriert
App weniger modern als sevDesk

DATEV nur via Export (kein natives Interface)
Teurer bei Rechnungen + Buchhaltung
Keine integrierte Lohnabrechnung
Zeiterfassung kostet extra (4,90 EUR/Mo)


DSGVO-Konformität: Beide Tools mit deutschen Servern

Das ist für alle, die in Deutschland Geschäfte machen, kein Nebenpunkt. Beide Tools speichern deine Finanzdaten ausschließlich auf Servern in Deutschland und stellen Auftragsverarbeitungsverträge (AV-Verträge) nach Art. 28 DSGVO bereit.

lexoffice ist Teil der Haufe Group mit eigenem betrieblichen Datenschutzbeauftragten. Die Datenschutzdokumentation ist sehr transparent: alle Unterauftragsverarbeiter sind namentlich genannt, AV-Verträge sind online abrufbar.

sevDesk erfüllt dieselben Anforderungen. Die Dokumentation ist solide, wenn auch etwas knapper als bei lexoffice. Für den Alltagseinsatz in einem deutschen Unternehmen gibt es keinen Unterschied, beide sind DSGVO-konform einsetzbar.

Beide sind außerdem GoBD-konform (Grundsätze zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form). Das ist die steuerrechtliche Mindestanforderung für Buchhaltungssoftware in Deutschland.

Mehr zur DSGVO-konformen Tool-Auswahl findest du in unserem Artikel zu DSGVO-konformen SaaS-Tools.


Wann welches Tool wählen?

Wähle lexoffice wenn du...

  • einen Steuerberater hast, der mit DATEV arbeitet, und nahtlose Datenübergabe wichtig ist
  • hauptsächlich Belege erfasst und die Buchhaltung weitgehend dem Steuerberater überlässt
  • günstigen Einstieg nur für Belegerfassung suchst (ab 6,90 EUR/Mo mit Plan S)
  • Mitarbeiter hast und Lohnabrechnung im selben System willst
  • Wert auf eine aufgeräumte, schlanke Oberfläche mit weniger Optionen legst

Wähle sevDesk wenn du...

  • Freelancer oder Gründer ohne DATEV-Steuerberater bist
  • kostenlos starten willst (bis 3 Rechnungen/Monat reichen zum Testen)
  • stundenbasiert abrechnest und Zeiterfassung direkt mit Rechnungen verknüpfen möchtest
  • einen Online-Shop betreibst und Bestellungen automatisch als Belege erfassen willst
  • viel mit der mobilen App arbeitest und Wert auf moderne UX legst

Für DATEV als direktes Tool hingegen solltest du erst fragen, ob dein Steuerberater dir DATEV Unternehmen Online einrichten kann. Das ist oft die direkteste Lösung für Mandanten, die eng mit ihrer Kanzlei zusammenarbeiten.


FAQ: Häufige Fragen zu lexoffice vs. sevDesk

Was ist der Unterschied zwischen lexoffice und sevDesk?

lexoffice (Lexware Office) und sevDesk richten sich beide an Selbstständige und kleine Unternehmen in Deutschland. Der wichtigste Unterschied: lexoffice hat eine native DATEV-Schnittstelle für Steuerberater und ist günstiger im Einstieg. sevDesk ist Testsieger 2026, bietet eine bessere mobile App, einen kostenlosen Plan und stärkere E-Commerce-Integrationen, hat aber keine integrierte Lohnabrechnung.

Welches Tool ist günstiger: lexoffice oder sevDesk?

Für den häufigsten Anwendungsfall (Rechnungen + EÜR + USt-Voranmeldung) ist lexoffice mit 19,90 EUR/Mo günstiger als sevDesk mit 25,90 EUR/Mo. Nur für reine Rechnungsstellung sind beide gleichauf (11,90 EUR/Mo), mit dem Bonus dass sevDesk sogar kostenlos startet (bis 3 Rechnungen/Mo). Für das komplette Paket: lexoffice XL kostet 29,90 EUR, sevDesk Buchhaltung Pro 34,90 EUR.

Ist lexoffice DSGVO-konform?

Ja. lexoffice (Lexware Office) speichert alle Daten auf Servern in Deutschland, ist GoBD-konform und stellt Auftragsverarbeitungsverträge nach Art. 28 DSGVO bereit. Die Haufe Group hat einen betrieblichen Datenschutzbeauftragten. Dasselbe gilt für sevDesk.

Kann ich von lexoffice zu sevDesk wechseln?

Ja, ein Wechsel ist möglich. Du kannst aus lexoffice eine DATEV-Exportdatei oder einen CSV-Export deiner Daten erstellen und in sevDesk importieren. Kontakte, Artikel und Belege lassen sich übertragen. Der Wechsel mitten im Geschäftsjahr ist technisch machbar, sollte aber idealerweise zum Jahresanfang passieren, um die Buchhaltung nicht zu zerreißen.

Welches Buchhaltungsprogramm empfehlen Steuerberater?

Die meisten deutschen Steuerberater arbeiten mit DATEV und schätzen Tools, die eine direkte DATEV-Schnittstelle haben. lexoffice hat hier traditionell die Nase vorn. Allerdings bieten beide Tools mittlerweile einen Steuerberater-Zugang, und viele Kanzleien arbeiten problemlos mit sevDesk-Kunden. Frag deinen Steuerberater vor der Entscheidung, was er bevorzugt.



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